Lernmotivation steigern

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Das nächste  Schuljahr muss besser werden!

Mitten in den Ferien an das kommende Schuljahr zu denken, zieht den Eltern den Magen zusammen. „Das nächste Schuljahr muss besser werden“, hoffen viele. Wenn die Schule zur Last wird, ist guter Rat teuer. Die eingetragene Mediatorin Andrea Spanlang hat sich auf diese Situation spezialisiert.

 

Es ist wichtig, sich dem Thema zu stellen und als Mama oder Papa die Sache in die Hand zu nehmen, indem Hilfe gesucht wird.  Es gibt drei Möglichkeiten. Erstens: Ein klärendes, professionell begleitetes Familiengespräch mit Eltern und Kind. Eltern sind nicht selten von den Ansichten ihrer Kinder überrascht. Das Ergebnis ist eine nachhaltige Vereinbarung, an die sich alle mit einer inneren Zustimmung halten. Zweitens:  Ein Einzelgespräch mit den Eltern, um die Gesamtsituation des Kindes individuell anzuschauen und Veränderungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Drittens:

Ein Workshop, in dem eine Elterngruppe sich mit dem Thema „Schule und Familie“ auseinandersetzt.

 

Alle drei Angebote haben dasselbe Ziel: Es geht grundsätzlich darum, einerseits Konflikte in der Familie anders zu lösen und andererseits sich mit der Lernmotivation des Kindes zu beschäftigen. Versuchen es Eltern mit Druck, erzeugen sie oft Widerstand. Leider wird durch eine innerliche Abwehrhaltung auch effektives Lernen verhindert. Um Wissen gut abzuspeichern, braucht es zusätzlich eine positive Emotion. Wird die intrinsische Motivation geweckt, geht lernen leicht. Es soll auch erreicht werden, dass durch eine bessere Kommunikation mehr Nähe zwischen Eltern und Kindern entsteht. Eine Beruhigung tritt ein, wenn die Kinder merken, sie werden verstanden. Das heißt jedoch nicht, dass die Eltern einverstanden sein müssen. Die Eltern werden wieder Vertraute und eine Anlaufstelle, wenn ihre Kinder Hilfe brauchen.

 

„Wichtig ist, dass Kinder so gut wie nur möglich ihre Schulzeit erleben, das macht stark“, so Spanlang.

Neueste Studien zeigen leider ein düsteres Bild. 21,3 % der österreichischen Kinder und Jugendlichen leiden unter Mobbing (Studie der OECD), 24 % der Jugendlichen leiden unter einer psychischen Krankheit (MHAT-Studie) und 51% leiden trotz guter Vorbereitung unter Versagensängsten (Pisa 2015).