Krise zum Schulschluss

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Ein schlechtes Zeugnis, eine Nachprüfung, die Klasse wiederholen oder die Schule abbrechen. Zum Schulschluss ist die Stimmung in vielen Familien extrem angespannt. Meist plagen Eltern bei schlechten Schulleistungen Zukunftsängste. Hier ist guter Rat teuer! Es ist wichtig, zu Beginn der Sommerferien zu handeln, indem ein klärendes, professionell begleitetes Familiengespräch stattfindet.

 

Was Bringt uns das Familiengespräch?

Das Ergebnis ist eine nachhaltige Vereinbarung, an die sich alle mit einer inneren Zustimmung halten, sowohl die Eltern als auch die Kinder bzw. die Jugendlichen. Auf die Bedürfnisse aller wird Rücksicht genommen. Eine Beruhigung tritt ein, wenn die Kinder merken, sie werden verstanden. Das heißt jedoch nicht, dass die Eltern einverstanden sein müssen. Handlungsbedarf ist gegeben, wenn Kinder nicht wissen, wie sie über ihre innersten Sorgen reden sollen. Dann geht es darum, ihnen die Anspannung zu nehmen. Die Eltern werden wieder Vertraute und eine Anlaufstelle, wenn ihre Kinder Hilfe brauchen.

 

„Der Konflikt ist eine riesen Chance für die ganze Familie“, so Spanlang. Gelingt ein Familiengespräch, dann wurde tatsächlich zugehört und es ist Nähe entstanden. Das familiäre Miteinander wird einfacher, verständnisvoller und enorm viel Energie wird gespart. Man spricht wieder eine gemeinsame Sprache.

 


Was sollte man Vermeiden?

Versuchen es Eltern mit Druck, erzeugen sie oft Widerstand. Leider wird durch eine innerliche Abwehrhaltung auch effektives Lernen verhindert. Um Wissen gut abzuspeichern, braucht es zusätzlich eine positive Emotion. Wird die intrinsische Motivation geweckt, geht lernen leicht.

 

Warum laufen gerade Konflikte innerhalb von Familien immer wieder gleich ab?

Bei Angst, Ärger oder Wut verlagern sich die Aktivitäten im Gehirn in tiefere, ältere Schichten. Ein Automatikprogramm wird gestartet. „Ich kann nicht aus meiner Haut“ oder „ Ich kann nicht klar denken“, hört man dann häufig. Es werden dieselben Phrasen gedroschen und dieselben Handlungen gesetzt. Gerade in Familien sind die Konfliktmuster besonders festgefahren, weil sie sehr gut geübt sind. Deshalb braucht es unbedingt jemanden von außen. Das Familiengespräch ist keine Therapiesitzung! Es ist ein offener, ehrlicher und vor allem wichtiger Austausch, der tatsächlich allen lange in Erinnerung bleiben wird.

 


Was mache ich als Mediatorin?

"Ich bin neutral, wirke ausgleichend, bewerte nicht und gebe eine klare Struktur vor. „In Zukunft soll es anders laufen“, ist das Motto. Viele Sätze sind Ablenkungsmanöver. Worum es wirklich geht, darauf achte ich", so Andrea Spanlang.